Wildhack meets Orient

Eines meiner Lieblingsrezepte mit Wildhack: eine Hack-Rolle, orientalisch gewürzt. Dazu verwende ich fertigen Pizza Teig und Wildhack, in diesem Fall war es vom Überläufer. Für die Füllung eine rote Zwiebel in Olivenöl andünsten, das Hack dazugeben und krümelig anbraten. Etwas Tomatenmark dazugeben, sowie Chiliflocken, Salz und Achtung: Zimt! Ja richtig gelesen, das ergibt einen wunderbar exotischen Geschmack. Zimt geht übrigens auch super in einem Wild-Chili – einfach mal ausprobieren. Noch etwas Wasser oder Tomatensoße in die Pfanne und ein paar Minuten köcheln lassen. Den Pizza-Teig ausrollen und die Hackmasse in der Mitte verteilen. Feta darauf großzügig zerbröseln, den Teig dann an den Seiten hochklappen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Sesam bestreuen. Für 20 Minuten bei Umluft 200 Grad in den Ofen. Dazu passt hervorragend irgend ein Joghurt-Dip nach Geschmack oder Gurkensalat.

Schulterblätter vom Frischling

Eigentlich ist ja nicht die Jahreszeit für Schmorgerichte, aber am Wochenende war es eher herbstlich draußen, und ich hatte noch die Schulterblätter vom Frischling in der Wildkühlung liegen, natürlich vakuumiert. Also die Idee, warum nicht mit viel Tomaten schmoren? Gesagt, getan, das Fleisch fiel vom Knochen. Wunderbar. Und so geht´s: Olivenöl in einem Bräter erhitzen, Fleisch runter herum anbraten, rote Zwiebeln dazu und Tomatenmark. Alles ordentlich verrühren, Fleisch salzen und pfeffern. Mit – viel – Rotwein ablöschen, die kleingeschnittenen Tomaten dazugeben, event. etwas Gemüsebrühe. Ich habe es drei Stunden schmoren lassen. Zum Schluss das Fleisch herausnehmen, was sich schwierig gestaltete, weil es wirklich zerfiel, die Soße mit dem Mixstab pürieren und abschmecken. Fleisch wieder dazugeben. Statt Knödel, wie im Winter üblich, gab es dazu Baguette. Fazit: Schmorgericht geht auch im Sommer!

Nackensteaks vom Frischling

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Frische Nackensteaks nur kurz mit Smoking Zeus von #Ankerkraut gerubbt, dann auf den Grill. Die sind ruck zuck fertig und können serviert werden. Hier mit Tomatensalat (die Tomatenschwemme aus Garten und Gewächshaus beginnt gerade), selbstgebackenem Schwarzbrot und einer Mango-Chili-Sauce (aus meiner #Foodist Box). Sehr lecker und schnell gemacht.

Rollbraten vom Reh

Die #Staghunters waren erfolgreich zur Blattjagd zu Gast bei uns. Also gibt es jede Menge Rehwild zu verarbeiten. Im Netz hatte ich kürzlich einen Outdoor-Cook gesehen, der von einer Rehkeule eine Riesen-Roulade gedreht hatte. Das habe ich jetzt mal nachgemacht. Dazu die Rehkeule entbeinen, aufklappen, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Senf bestreichen, darauf Speck vom Wildschwein verteilen. Eine grob gewürfelte Zwiebel in die Mitte geben und Streifen vom Käse (ich hatte nur Gouda und Bergkäse da, im Original nutzte der Koch auch Cheddar). Das Ganze mit der Mischung Italienische Kräuter von #Ankerkraut kräftig bestreuen und zusammendrehen. Statt Bindfaden habe ich die Riesen-Roulade (oder auch Rollbraten) ins Netz verfrachtet (das geht einfach mit einem großen Rohr: das Netz darüber stülpen. So bekommt man den Braten elegant ins Netz ohne große Zupferei). Die fertigen Bratenstücke werden nun eingefroren. Das Ergebnis nach dem Garen dann später mal an dieser Stelle.

Gyros vom Reh mit Tzatziki

Dass man mit Wild wirklich alles machen kann, zeigt dieses Rezept: von einer Rehkeule haben wir dünne Scheiben geschnitten und zusammen mit Smoking Zeus von #Ankerkraut und griech. Joghurt geschichtet und einen Tag ziehen lassen. Dann ab in die Gefriertruhe und im halbgefrorenen Zustand in dünne Scheiben geschnitten. Noch etwas frischen Rosmarin untergemischt und in einer Pfanne mit Olivenöl braten, noch einmal abschmecken. Fertig. Dazu gibt es Tzatziki aus Quark und griech. Joghurt, Leinöl, Salz, Pfeffer, frischem gehackten Knoblauch und einer geraspelten Gurke. Ein Focaccia hab ich schon morgens gebacken – Hefeteig aus Weizen- und Dinkelmehl mit Olivenöl, Salz und einer Tüte Trockenhefe ansetzen. Gehen lassen, auf einem Backblech ausrollen und nochmal gehen lassen. Dann mit dem Finger Vertiefungen in den Teig drücken, mit Olivenöl beträufeln, grobes Meersalz und frischer, kleingehackter Rosmarin drüber streuen. Bei 200 Grad ca. 18 Minuten backen.

Was gerade weg muss

Es gibt Tage, da hat man keine Idee, was man kochen soll. Kennt Ihr? Ein Blick in Kühlschrank und Gewächshaus zeigen: es ist noch eine Aubergine da, etwas frischer Spinat, Champignons und Mozzarella. Im Gewächshaus reifen Paprika und Tomaten. Also alles zusammen (außer dem Käse) mit Olivenöl in eine Pfanne und garen lassen. Abschmecken mit Tomatensalz und Italienischen Kräutern von #Ankerkraut. dann noch zwei Wildschwein-Krakauer kleingeschnitten dazu (etwas Fleisch muss sein) und den Mozzarella verteilen. Deckel drauf und warten, bis der Käse geschmolzen ist. Das Ganze geht natürlich grad so gut im Ofen – doch der war belegt: Pulled Turkey, dazu später mal mehr. Mit etwas Pasta eine schnelle und leckere Mittagsspeise.

Vom Wald auf den Teller – die ersten Pilze

Gestern Abend noch schnell eine Schweißfährte für den Hundenachwuchs in einem kleinen Wäldchen gelegt und über die ersten Rotfußröhrlinge gestolpert. Ein Speisepilz, der in unserem waldarmen Revier häufiger nach Niederschlägen zu finden ist. Also ab in die Pfanne mit Wildschweinschmalz und roter Zwiebel gegart. Dazu gab es ein Roggenmischbrot mit Kräuterbutter unserer örtlichen Molkerei und Couscous-Salat, den ich im Sommer fast immer im Kühlschrank habe, dank eigener Tomaten und Gurken. Couscous-Salat ist sehr einfach: Couscous mit Brühe quellen lassen, Olivenöl dazu, ein paar Spritzer frische Zitrone oder Limone, Salz, Pfeffer, kleingeschnittene Tomaten und Gurken, Petersilie – fertig.

Abendessen aus dem Revier und Garten

Ein Abendessen mit Zutaten aus Revier und Garten ist schnell gemacht: Wildschweinsalami, selbst geräucherter Rehschinken, selbst gemachte Wildschwein-Leberwurst mit Johannisbeer-Zwiebel-Chutney, dazu etwas Burrata, Baguette, Kräuterbutter, Bruschetta mit den ersten Tomaten aus dem Gewächshaus – dazu ein Rheingau-Riesling – was will man mehr?