Bottroper Mettbrötchen mit Wildhack

Vor vielen Jahren hatte WDR-Radiokoch Helmut Gote ein tolles Rezept für eine herzhafte Mahlzeit mit Hackfleisch: das Bottroper Mettbrötchen. Ich habe es natürlich umgewandelt und mache es mit Wildhack, gestern Abend mit Rehhack. Ein Baguette, es geht auch prima mit Brötchen vom Vortag, hatte ich noch im Froster und schon vorher rausgeholt. Ins Hack kommen neben Pfeffer und Salz noch ein Ei, kleingeschnittener Bergkäse, und rund ein Esslöffel zerhackte grüne Pfefferkörner. Die Hackmischung auf´s Brot und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 20 Minuten garen.

Aus Revier und Garten

Im Garten explodiert gerade alles: Gurken, Kohlrabi, Radieschen, diverse Kräuter. Tomaten, Paprika, Aubergine und Fenchel sehen schon gut aus, sind aber noch nicht so weit. Kohlrabi einmal anders mache ich wie hier auch gerne als „Schnitzel“ – in Scheiben schneiden, blanchieren, wie ein Schnitzel panieren und braten. Sehr lecker! Dazu neue Kartoffeln und eine Joghurtsoße mit Gurke aus dem Gewächshaus. Und damit das Gemüse ein wenig Wild zur Seite hat: einfach eine Pfefferbeißer-Wurst aus Wildsau mitbraten (können auch zwei sein, oder drei, oder…)

Frikadellen – Buletten – Fleischpflanzerl

Wie heißen die beliebten Hackfleischbällchen bei Euch? Bei uns sind es Frikadellen – hier aus purem Rehhack, gewürzt mit dem Buletten-Gewürz von Ankerkraut und vermischt mit etwas Paniermehl. Das Ganze serviert mit einer Gemüsepfanne: rote Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl andünsten, dazu Grüner Spargel, rote Spitzpaprika, Champignons, nach Geschmack würzen und gekochte Nudeln darin mit anbraten, fertig

Nur ein Butterbrot

Ohne Firlefanz – nur ein Butterbrot. Ich gebe zu, ich bin ein Käsefan, aber bei selbstgeräuchertem Schinken oder wie hier Leberwurst mache ich gerne eine Ausnahme. Die Leberwurst wurde nach nach einem Rezept von Karl-Josef Fuchs vom @Romantikhotel Spielweg im Münstertal hergestellt, wo wir vor langer Zeit einmal einen sehr lohnenswerte Kurs „Wurst-Seminar“ besucht haben. Grob gesagt wurde die Wild-Leberwurst aus Wild-Leber und Wildschwein-Bauchfleisch im Verhältnis 30 zu 70, das Ganze gekocht und durch den Fleischwolf, hergestellt, gewürzt mit einer Wild-Gewürz-Mischung nach Geschmack und einer gedünsteten Zwiebel. Hier kann man sehr kreativ werden, ich habe auch schon „exotisch“ gewürzt mit Baharat und Kreuzkümmel, oder italienisch mit Kräutern. Das Ganze in Gläsern im Backofen bei 80 Grad 60 Minuten garen.

Wie beim Italiener

Filetspitzen mit Gemüse, hier Spargel, da gerade Saison ist, und Spaghetti Aglio e Olio. Die Zubereitung ist denkbar einfach. Filet in Scheiben schneiden, in Olivenöl anbraten, dann das kleingeschnittene Gemüse dazugeben (alles was der Kühlschrank hergibt), bei mir waren es in erster Linie grüner Spargel, Paprika und Champignons. Kurz mitbraten, bis alles gar ist. Dann mit Aglio e Olio Gewürz abschmecken. Gekochte Spaghetti dazu und zur Krönung ein wenig Parmesan.

Spargelzeit ist Schinken-Zeit!

Zum Spargel passt nichts besser als Schinken – OK – Schnitzel gehen auch. Hier ist es Rehschinken, den wir selber geräuchert haben. Das ist eigentlich relativ einfach. Das Fleisch wird mit Nitritpökelsalz eingelegt und wahlweise, je nach Geschmack, mit Gewürzen und dann schließlich eingeschweisst. Nach rund einer Woche wird das Ganze gewässert, getrocknet und kommt zum Kalträuchern in ein entsprechendes Gefäss (wir haben es selber gebaut aus einer alten Tonne). Unten in das Gefäß kommt der sogenannte Sparbrand, eine Räucherspirale, gefüllt mit Buchenspänen o.ä.. Geräuchert haben wir über mehrere Tage. Das alles passiert am Besten bei kühlen Temperaturen im Außenbereich, sprich im Winterhalbjahr. Resultat: unfassbar lecker!

Rehschnitzel vom Maibock

Heute gab es leckere Rehschnitzel vom Maibock. Das ist gar nicht schwer und in der Zubereitung zu machen wie jedes andere Schnitzel auch: also Fleisch in Mehl wälzen, dann in Ei, dann in Panko. Panko nehme ich, weil die Kruste einfach crosser wird als mit normalem Paniermehl. Gerne kann man hier auch noch nach Geschmack experimentieren mit Haselnuss, Mandel und Co – je nach Geschmack einfach unters Panko mischen. Ab in die Pfanne damit und Fertig ist der Hochgenuss. Dazu gab es heute ein Risotto mit grünem Spargel.

Leckere Wildrezepte und mehr

In diesem Blog möchte ich Euch zeigen, dass man Wild jeden Tag essen kann. Die Verarbeitung ist nicht schwieriger als die Handhabung von Rind, Schwein und Co. Probiere einen Burger, eine Currywurst, einen Wok, ein Steak vom Grill, Gyros, Pizza und vieles mehr aus. Wild beziehen kann man, wenn man nicht selber auf Jagd geht, vom Jäger vor Ort. Adressen finden sich im Internet. Viel Spass beim Zubereiten!

Es braucht nicht viel…

um ein leckeres Wildgericht zuzubereiten. Ich benutze zum Beispiel so gut wie nie ein spezielles Wildgewürz, das es ja in vielfachen Mischungen zu kaufen gibt. Je nachdem, was ich zubereite, würze ich klassisch mit Salz und Pfeffer, oder aber asiatisch, italienisch, französisch… Und verwende dabei all die Gewürze, die ich auch bei „normalem“ Fleisch verwenden würde. Seid kreativ! So lernt man die Vielseitigkeit dieses Produktes am Besten kennen.