Damwild mit Pilzen und Nudeln

Wilde Küche geht jeden Tag, das möchte ich Euch ja auch mit meinem Blog zeigen. Hier gibt es jetzt Filetspitzen vom Damwild (es geht natürlich auch mit Reh oder Wildschwein), Nudeln nach Wahl und Pilzen nach Wahl. In diesem Fall waren es Spaghetti und braune Champignons. Und so geht das schnelle Gericht: während die Nudeln garen, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das in dünne Scheiben geschnittene Filet vom Wild anbraten. Mit Meersalz und Pfeffer würzen, herausnehmen. Dann die Pilze in die Pfanne gegeben und garen, gewürzt habe ich sie mit der Mischung „Pilzpfanne“ von @Ankerkraut. Das Fleisch wieder zugeben sowie ein Frischkäse, ich hatte gerade einen Topf offen im Kühlschrank, eine Mischung mit Kräutern. Es geht aber auch alles andere, nach Geschmack. Dazu noch Creme fraiche und alles ein wenig schmurgeln lassen, wenn es zu dick wird einfach ein wenig Nudelwasser dazu geben. Am Ende alles vermischen und anrichten. So einfach und lecker geht Wild – und das jeden Tag. Das fixe Gericht ist in 30 Minuten fertig!

Burger gehen ja immer – in allen Variationen

Burger gehen immer – und je nach Jahreszeit variiere ich die Art des Belags. Hier mal nichts besonders, sondern einfach, was gerade im Kühlschrank zu finden war. Die Buns sind selbst gebacken aus einem Hefeteig, der hier mit warmer Milch und Butter sowie einem Ei angesetzt wurde (sonst nehme ich ja immer „nur“ Olivenöl). Die Patties sind aus Rehhack, gewürzt mit dem Bulettengewürz von #Ankerkraut. Zusammengesetzt wurde der Burger so: unteres Bun mit Ziegenfrischkäse bestreichen. Darauf letzte Ernte der grünen Tomaten, dann eine Burger-Currysauce aus der letzten #Foodist Box. Dann das Patti, selbst gemachter Rotkohlsalat, Blutampfer aus dem Garten, Bun mit Ziegenfrischkäse bestrichen zum Abschluss. Änderungen sind natürlich möglich – je nach Geschmack ist alles erlaubt.

Idee für´s Wochenende?! Sanglier Bourguignon

Boeuf Bourguignon kennen sicher Einige – aber mit Wildschwein? Kein Problem! Vielleicht eine Idee für´s Wochenende? Ich habe ca. 1,4 Kg Wildschweingulasch aufgetaut. Das Fleisch in mehreren Portionen in Olivenöl in einem großen Bräter anbraten. Dann das komplette Fleisch wieder in den Topf geben und mit Mehl bestäuben. Mit Rotwein nach und nach ablöschen, auch hier immer in kleinen Schritten, nicht den ganzen Wein auf einmal reinkippen. Auch wenn es sich viel anhört: 2 Flaschen Rotwein kamen zum Einsatz. Salzen und pfeffern. Dann ein Bouquet Garni dazugeben (ich hatte Salbei, Thymian und Rosmarin im Garten, kann aber variiert werden). Alles rund 2,5 Stunden sanft schmoren lassen. Inzwischen geräucherten Wildschweinspeck würfeln, Schalotten (ein Netz) säubern aber ganz lassen. Möhren und Champignons (je 300 g) grob würfeln. Eine Zehe Knoblauch in Scheiben schneiden. Den Speck und die Schalotten in einer Pfanne auslassen, den Knoblauch dazugeben. Danach die Möhren und Champignons mit in die Pfanne geben und alles rund 20 Min. garen (eventuell etwas Wasser hinzufügen damit es nicht ansetzt). Das fertige Gemüse nach den 2,5 Stunden zum Fleisch geben und alles noch mal rund 10 Minuten köcheln lassen. Das Kräuter-Sträußchen entfernen, eventuell mit etwas Mondamin (separat mit etwas Brühe verrühren) andicken, wenn notwendig. Fertig. Dazu gab es Bergkäseknödel (wie die gemacht werden findet Ihr weiter unter im Blog).

Flammkuchen mit Feigen und Schinken

Es ist ein schnelles Essen: Flammkuchen. Ich nehme einen Fertigteig, bestreiche diesen je nach dem was der Kühlschrank hergibt. Gestern war es Ziegenfrischkäse gemischt mit Schmand, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer. Darauf werden in kleine Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln verteilt, danach einige Feigen, die ich in Scheiben geschnitten habe. Nach Backanleitung auf der Teigpackung backen. Am Ende unseren selbst geräucherten Wildschwein-Lachsschinken in dünnen Scheiben darauf verteilen. Fertig. Schnelle Küche für jeden Tag – so einfach ist kochen mit Wild. Dazu einen Riesling, natürlich aus dem Rheingau. Da guckt selbst Kurzhaar Leonidas von Königsmark hungrig.

Lauch-Hack-Suppe

Lauch-Hack-Suppe – ein Partyklassiker, der natürlich auch hervorragend mit Wildhack zubereitet werden kann. Ich verwende statt des üblichen Schmelzkäses jedoch immer Ziegenfrischkäse und einen guten Schuss Sahne, doch der Reihe nach. Das Wildhack in ein wenig Olivenöl anbraten und würzen, je nach Geschmack mit italienischen Kräutern, Salz, Pfeffer. Dann den in kleine Ringe geschnittenen Lauch zufügen und mit Brühe angiessen. Wenn der Lauch gar ist, Ziegenfrischkäse einrühren, ruhig 2 ordentliche Esslöffel voll und einen guten Schuss Sahne, einen halben Becher, einrühren. Abschmecken und fertig ist eine schnelle Suppe. Dazu passt selbstgebackenes Bauernbrot.

Beilagen: hier Bohnensalat

Beilagen zu Wild sind immer wieder wichtig – hier mal eine Anregung, weil die Bohnen und Tomaten im Garten gerade erntereif sind: Bohnensalat mit Tomaten. Dazu die Bohnen putzen und in Stücke schneiden, in Salzwasser garen. Die Tomaten inzwischen in kleine Stücke schneiden. Eine Vinaigrette aus Olivenöl/Leinöl, Salz, Pfeffer und Balsamico anrühren. Eine rote Zwiebel klein hacken und dazu geben. Die ausgekühlten Bohnen und Tomatenspalten unterheben und am Besten einen Tag kühl stellen und durchziehen lassen. Sehr lecker zu allem kurz gebratenem vom Grill. Hier war es Rückenlachs vom Wildschwein. Dazu noch selbst gebackenes Brot und das wunderbare Johannisbeerchutney (Findet Ihr weiter unten!).

Filetspitzen und Pfifferlinge

Filetspitzen vom Wildschwein gepaart mit Pfifferlingen und einer Handvoll brauner Champignons – eine tolle Kombi, die schnell zubereitet ist. Das Fleisch kurz anbraten und würzen mit Salz und Pfeffer, aus der Pfanne herausnehmen. Die geputzten Pfifferlinge, Champignons und einige Zweige Rosmarin in die Pfanne geben und garen lassen, würzen nach Geschmack. Das Fleisch zugeben, die Rosmarinzweige entfernen. Das passt gut zu Nudeln, Penne oder Spaghetti.

Ravioli mit Wildfüllung

@FabianGrimm hat auf seinem Blog haut-gout.de ein sehr leckeres Rezept für gefüllte Ravioli eingestellt. Das musste ich einfach mal nachmachen. Statt Reh habe ich allerdings Wildschwein genommen, einfach weil noch so viel in der Truhe schlummert. Und etwas abgewandelt habe ich die Füllung auch. So habe ich es gemacht: Die Ravioli wie im Originalrezept aus 200 g Pizzamehl, 200 g Hartweizengrieß und 4 Eiern sowie ein wenig Wasser herstellen. Dieser Nudelteig, dieses Rezept ist das Beste, was ich je nachgekocht habe! Es war sogar noch Teig übrig, den ich zu Tagliatelle verarbeitet habe – wunderbar! Für die Füllung habe ich 400 g Wildschweinhack noch mal in der Küchenmaschine zerkleinert zu einer Farce, mit 200 g Ricotta, einer Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und Italienischen Kräutern von @Ankerkraut. Mit Hilfe der Nudelmaschine den Teig ausrollen und in Vierecke schneiden, die ich mit Hilfe eines Ravioliförmchens dann weiterverarbeitet habe. In die Mitte immer einen Teelöffel der Farce geben. Die Ravioli in sprudelndem Salzwasser garen und mit einer leichten Tomatensoße servieren – ich könnte mir hier auch sehr gut cross gebratenen Salbei in Olivenöl vorstellen, das probiere ich beim nächsten Mal.

Schmorgurken mit Wildhack

Zugegeben – das Foto ist nicht sehr vielversprechend, der Geschmack dafür umso mehr (Wer einen Tipp hat wie man dieses Schmorgericht ansprechender fotografieren kann – immer her damit). Viele kennen das vielleicht noch von der Oma oder Mutter, Schmorgurken. „Ihgitt“ werden andere jetzt denken. Ich kannte es nicht, aber da die Gurken im Gewächshaus gerade reifen wollte ich es mal ausprobieren. Und was soll ich sagen? Überraschend lecker! Und vor allen Dingen sehr schnell zubereitet. Und so geht es: die Beilage, Kartoffeln, auf den Weg bringen. Dann das Wildhack in Oliven/Rapsöl scharf anbraten und in der Zwischenzeit die Gurken schälen, halbieren, die Kerne entfernen. Die Gurke in breite Stücke schneiden. Das angebratene Hack mit Pfeffer und Salz würzen, mit einem trockenen Weißwein ablöschen und die Gurken hinzufügen. Je nachdem wie schnell der Wein verkocht noch etwas Brühe hinzufügen. Mit Creme Fraiche oder Schmand (mind. 2 Esslöffel) und Honigsenf (mind. 1 Teelöffel) abschmecken. Eventuell nachwürzen. Zusammen mit den Kartoffeln servieren. Wer Dill mag, kann gerne Dill drüber streuen.

Wildfleischkäse

Fleischkäse geht aus Reh und Wildschwein. Hier mal die Variante mit Wildschwein, im Mai hatten wir schon Reh verarbeitet. Im Leberkäse ist, anders als der Name suggeriert, keine Leber (viele sind da ja fies vor). Die Herstellung ist denkbar einfach. Bezogen auf 1 Kg Fleischmasse werden rund zwei Drittel Wildschwein und ein Drittel Speck (idealerweise auch von der Wildsau, aber auch Hausschwein geht) verarbeitet. Wir haben beides durch die feine Scheibe des Fleischwolfes laufen lassen – das Ganze zweimal hintereinander. In der Küchenmaschine erfolgt dann die Würzung – je nach Geschmack ist da alles erlaubt. Wir haben zwei Formen gefüllt – einmal wurde es etwas orientalisch mit Baharat – in die andere Masse kamen italienische Kräuter und frischer Knoblauch. Beim Mischen in der Maschine sind ein paar Eiswürfel gut, damit der Mixer nicht zu heiß wird. Wer hat, der nimmt einen Kutter – das ist natürlich der Idealfall, wir haben aber auch keinen. In beide Fleischmassen kam noch etwas Natron und natürlich Pökelsalz – schmeckt einfach ab, wie es Euch am Besten schmeckt! Nun in die Aluformen füllen und im Backofen bei 180 Grad Umluft rund 1,5 Std. garen lassen. Auf selbst gebackenem Bauernbrot ein Hochgenuss!